Ep.13 – asiatisch aussehen – ein Grund für Diskriminierung?

Ausgang Podcast Wir sind zu Hause Das CoronatagebuchAls asiatisch-aussehender Mensche hat man es doppelt schwer

Sung Un ist Koreaner und empfindet zunehmend eine gewissen Anfeindungen gegen sich bzw. allgemein gegen asiatisch aussehende Menschen. Dies geht teils soweit, dass Menschen aus Asien nicht nur schräg angeschaut werden. Sogar verbale und physische Übergriffe hat es schon gegeben. Verständlich, dass er sich mit dieser Situation völlig unwohl fühlt. Das geht so weit, dass er derzeit nicht mehr gerne das Haus verlässt.

Ist es nötig, dass sich Menschen auf Grund ihrer ethnischen Herkunft bedroht fühlen müssen, weil man annimmt aus ihrem Land käme das Corona-Virus? 

Auch wir haben eine gewisse Abwehrhaltung bemerkt, wenn wir auf Menschen getroffen sind. Natürlich sollen wir alle Abstand von einander halten, aber dass einen Mitmenschen doch beinah panisch ausweichen ist neu für uns. Wir konnten also ein kleines Stück weit nachfühlen wie es Sung Un gerade geht. Trotzdem wollten wir gerne seine persönlichen Eindrücke zur Diskriminierung asiatisch aussehender Menschen hören. Wir sind erschrocken über die Reaktionen!

Sung Un denkt, dass auch die Medien einen großen Teil zur Anfeindung von Asiat*innen beitragen. Denn -so sein Eindruck- auch in den Nachrichten werden häufig Menschen aus Asien gezeigt, wenn das Corona-Virus thematisiert wird. Ihr hört die ganze Geschichte in dieser Folge vom Coronatagebuch.

Auch verschiedene Medien berichteten zuletzt von Anfeindungen durch Corona gegen asiatisch aussehende Menschen auf der ganzen Welt. Zum Beispiel Amnesty International

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Sung Uns Podcast heißt Bin ich süßsauer?

 

Ep.12 – Unterricht digital – Alltag eines Grundschullehrers

Ausgang Podcast Wir sind zu Hause Das CoronatagebuchMichael unterrichtet an einer Hamburger Grundschule

Diese Folge ist eine Aufzeichnung vom 05.04.2020

Mitte März wurde in Hamburg geregelt, dass die Schulen und Kitas geschlossen bleiben. Michael war gerade mit den Ferien durch, als die Regelung kam. Schon vorher war ihm und seinen Kolleg*innen klar, dass sich die Situation um Covid-19 zuspitzen wird. Er ist Lehrer an einer Hamburger Grundschule und auch dort musste natürlich eine für eine Notbetreuung gesorgt werden.

Nun sind auch seine Schüler schon einige Wochen mit ihren Eltern in der Selbstisolation. Der Unterricht kann natürlich nicht wie vorher weiter geführt werden. Es musste einiges organisiert werden. Michael betreut Schüler von der ersten bis zur vierten Klasse und es galt den Unterricht noch in eine digitale Richtung zu lenken. Die Arbeit für Lehrkräfte auf digitalem Weg ist nicht unbedingt eine Einfache. Es gibt Material für Grundschüler*innen und alles was vorhanden ist muss meist ausgedruckt werden.

Nicht alle Schüler*innen können zu Hause digital lernen

Viele Schüler*innen sind laut Michael auch gar nicht in der Situation, einfach auf’s Internet zugreifen zu können. Nicht alle haben ein Smartphone oder Tablet, oder gar einen Internetzugang. In manchem Familien gibt es kaum die finanziellen Möglichkeiten so etwas zu stemmen. Das stellt Michael natürlich vor Herausforderungen. Wie kann man seinen Schüler*innen nun online den Stoff näher bringen? Michael arbeitet da mit verschiedenen Methoden. Außerdem hat er den Eltern auch seine Telefonnummer als Kontaktmöglichkeit gegeben. Eine Ausnahme, wie er sagt.

Digitaler Unterricht, wie lässt sich das für Eltern zu Hause organisieren und wie stellt Michael sicher, dass seine Klassen zu Hause auch etwas gelernt haben? Er erklärts uns im Coronatagebuch.

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Ep.11 – Am Boden, als Flugbegleiter

Ausgang Podcast Wir sind zu Hause Das Coronatagebuch

Auch Flugbegleiter haben weniger Arbeit

Diese Folge ist eine Aufzeichnung vom 03.04.2020

Am Anfang des Jahres 2020 war Corona noch ein Thema, weit entfernt von uns. Es gab ein Paar Nachrichten dazu im Fernsehen, sonst haben wir das Ganze eher noch als Panikmache abgetan.

Florian ist Flugbegleiter und erzählt uns im Corontagebuch von seiner momentanen Situation. Die meisten Flüge wurden bis heute gestrichen und auch dir Airlines mussten auf einen Sonderflugplan umstellen. Es werden bis auf weiteres nur noch die nötigsten Destinationen angeflogen und somit ist Flo derzeit sozusagen arbeiteslos. Genauer gesagt wurde er vorerst vom Arbeitgeber freigestellt.

Wie lange das so weiter gehen wird, weiß keiner so ganz genau. Fakt ist, dass die Arbeit in einem Flugzeug schon recht waghalsig ist. Auf engstem Raum mit vielen Menschen, davon wird ja derzeit abgeraten. Selbstisolation soll der neue Konsens sein. Isolieren konnte sich Florian bei der Arbeit natürlich nicht. Atemmasken sind notwendiges Übel. Hat man bei so viel Publikumsverkehr keine Angst vor einer möglichen Ansteckung?

Flo sieht seine Sitution recht gelassen und erzählt uns mehr von seinen Erfahrungen aus dem Job und was er nun mit seiner ganzen Freizeit anstellt, in Zeiten der Corona-Krise.

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Ep.09 – Zwei Wochen zu Hause

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Wir sind zu Hause – schon zwei Wochen

Diese Folge ist eine Aufzeichnung vom 29.03.2020

Die Corona-Krise ist fast schon Alltag geworden. Mittlerweile sind wir seit zwei Wochen in der Selbstisolation und haben gerade das zweite Wochenende miteinander gestaltet. Bisher klappt das Zuhausebleiben nach wie vor sehr gut und auch in einer kleinen Wohnung kommen wir gut miteinander aus.

Gerade die vergangene Woche, die Letzte im März, verging für uns beide dann doch sehr schnell. Wir haben fast jeden Tag mit einer anderen Person über ihren Alltag in Zeiten von Covid-19 gesprochen und dabei verschieden Lebensentwürfe abbilden können. Immer noch wichtig für den Tag zu Hause ist sich zu strukturieren. Morgens die übliche Routine aus duschen, Frühstück und anziehen weiter verfolgen hilft auch uns, den Tag nicht zu vertrödeln.

Wie es im Alltag anderer Menschen aussieht, haben wir diese Woche ebenfalls mit mehreren Gästen besprochen. Andrej hat uns vom turbulenten Arbeitsalltag im Gesundheitsamt erzählt. Als Personal Trainer hat Thomas dagegen ganz andere Sorgen, denn ihm ist von jetzt auf gleich das Einkommen weg gebrochen. Durch seinen Mann hat er aber einen soliden finanziellen Hintergrund. Johanna ist hingegen Erzieherin in einem sogenannten systemerhaltenden Beruf und wir haben mal hinterfragt, was systemerhaltend eigentlich bedeutet. Wie sinnvoll ist es, im engen Kontakt mit Kindern zu arbeiten, wenn doch alle voneinander Abstand halten sollen?

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Auf unserer Homepage gibt es mehr Infos über uns und Ausgang Podcast. Wenn ihr eine persönliche Geschichte zu Corona habt, dann schreibt uns eine Mail unter mail@ausgangpodcast.de oder eine Direktnachricht auf Instagram.

Der Link zum besprochenen Talk bei Radio Eins von RBB
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